Willkommen beim Lesbenring e.V.
Aufruf der Sappho-Frauenwohnstiftung und des Frauenlandhauses Charlottenberg – es geht um die Zukunft unserer Frauenplätze! PDF Drucken E-Mail

Viele Frauenbetriebe gaben in den letzten Jahren auf. Mancher der alten wunderschönen Frauenorte verschwand und ist nicht mehr zugänglich für uns Frauen. Es geht um unsere Orte, an denen wir einander begegnen und von einander lernen können. Frauenpower – hier können wir sie stärken! Frauensolidargemeinschaften und Frauennetzwerke haben hier ihre Wurzeln! Frauenliebe – hier entdeckten sie viele. Hier bekamen wir eine Ahnung, was Frauen füreinander sein können, wenn sie füreinander da sind! Und - wie wohltuend ist es einen öffentlichen Frauenraum zu haben, an dem wir unsere Liebe füreinander selbstverständlich und ungestört ausdrücken können.


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Denk mal wieder! PDF Drucken E-Mail

Ein Denkmal ist ein Ort, der anregen soll zu denken, ein Anstoß zum Erinnern und Nachdenken.

Im Juni 2008 wurde das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten eingeweiht. Ein an das große Stelenfeld auf der anderen Straßenseite erinnernder Betonquader steht abseits und durch ein Fenster können die BesucherInnen im Innern eine Filmsequenz betrachten.

Gestritten wurde um die Gestaltung des Denkmals wie bei nur wenigen anderen. Mal wird es kritisiert, weil es an schwulen Klappensex erinnern würde, doch kritikwürdig kann dies nur denen scheinen, die Klappensex als minderwertige Sexualität beargwöhnen. Nicht gerade eine Glanzleistung der Toleranz. Dann wieder wird die Darstellung von Lesben im Denkmalskontext als Geschichtsverfälschung angeprangert.

Streiten kann fruchtbar sein, denn wer streitet, sollte nachdenken, eigene Positionen formulieren und begründen. Die Positionen eines anderen niederzumachen, nur um sich selbst zu profilieren, zeugt dagegen von keiner gelungenen Streitkultur. Nach langen Diskussionen wurde vor der Einweihung beschlossen, künftig alle zwei Jahre die im Denkmal gezeigten Filme auszutauschen und sowohl schwule als auch lesbische Kussszenen zu zeigen. Jetzt, pünktlich zur Ausschreibung für die neue Filmsequenz, ist der Streit wieder entbrannt.

Wird die Geschichte verfälscht, wird die Verfolgung und Ermordung von Schwulen im Nationalsozialismus verharmlost, wenn mit einem Lesbenkuss auch der drastischen Beschneidung der Freiheitsrechte lesbischer Frauen gedacht wird? Was soll das peinliche Opferranking. Gemäß dem Bundestagsbeschluss von 2003 soll das Denkmal sowohl Erinnerungsstätte sein, als auch beständiges Zeichen gegen die Diskriminierung, gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen, die beileibe nicht auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt war/ist.

Der Text  auf der Tafel am Denkmal berücksichtigt die unterschiedliche Art und Weise, wie Lesben und Schwule in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Er weist auf die Fortsetzung der Diskriminierung sowohl in der BRD, als auch in der DDR hin. Allerdings ist dort ein Lapsus unterlaufen: Es wird nur die Jahreszahl für die Aufhebung des Strafbestandes Homosexualität in der BRD genannt. Die Jahreszahl für die DDR fehlt leider, was den falschen Eindruck erweckt, Homosexualität wäre in der DDR bis zur Wende strafbar gewesen. Verschweigen verzerrt Geschichte.

Das Denkmal soll mahnen, nachdenklich machen, zu Toleranz aufrufen.

Beginnen wir doch mit der Toleranz bei der Gestaltung des Denkmals: Schwule, Lesben, Transpersonen, geschlechtsuneindeutige Darstellungen, Küsse und Feste, Demos und Wohnprojekte – es gäbe so viel zu zeigen aus dem Leben Unangepasster. All dies kann in einem Film dargestellt werden oder in vielen, immer wieder wechselnden.

Die Diskussion beweist, dass das Denkmal lebt, immer noch anregt, sich mit der Geschichte der Verfolgung von Homosexuellen auseinanderzusetzen, so unterschiedlich diese für Schwule und Lesben auch gewesen ist. Ein Denkmal ist kein Geschichtsbuch, das alle Aspekte und Nuancen abbilden kann, und nur ein Denkmal, das zum Nachdenken anregt, ist ein gelungenes Denkmal.

 

Elke Heinicke

Pressesprecherin Lesbenring e.V.

 

 

 
Der Lesbenring gratuliert... PDF Drucken E-Mail

Der LSVD feiert seinen 20. Geburtstag!

1990 als SVD gegründet, habt ihr für vieles gekämpft: von der endgültigen Streichung des § 175 über die Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes (ab da zusammen mit Lesben als LSVD) bis hin zum Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin. Wir gratulieren euch herzlich zum 20jährigen, wünschen euch weiterhin viel Kraft und Erfolg und sind sehr froh darüber, dass die Zusammenarbeit vor allem mit den Lesben im LSVD so wundervoll und fruchtbar klappt.

Für den Lesbenring

Jule Blum

Geschäftsführende Vorstandsfrau

 

 

 
Lesben denken Zukunft PDF Drucken E-Mail

Am Wochenende 26.-28.02.2010 hatte der Lesbenring zur zweiten Denkwerkstatt nach Frankfurt geladen. Nachdem wir uns bei der ersten Denkwerkstatt im vergangenen Jahr in Zülpich Themen wie der Sichtbarkeit von Lesben, der Rolle von Lesben in der Gesellschaft oder konkreten Handlungsmöglichkeiten im Rahmen des Deutschen Frauenrates gewidmet hatten, war der Diskussionsbedarf zu vertiefenden Fragen einstimmig festgestellt worden.

Der diesjährigen Einladung in das Frankfurter Hotel Am Berg waren 18 Lesben gefolgt, größtenteils Mitfrauen des Lesbenrings bzw. der im Dachverband vertretenen Organisationen und Gruppen, aber auch weitere Interessierte.

Die Denkwerkstatt ist konzipiert als Open Space, d.h. im ersten Teil bringen die Teilnehmerinnen ihre Ideen, Gedanken, Fragen, Themen, Impulse ein, woraus sich in der Diskussion die Diskussionsschwerpunkte des Wochenendes ableiten. In unserer Frankfurter Runde kristallisierten sich zwei Themengruppen heraus, die im Weiteren bearbeitet wurden.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. März 2010 um 21:18 Uhr
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Der Lesbenring gratuliert... PDF Drucken E-Mail

Besser spät als nie und mit einer Entschuldigung für die Verspätung gehen die herzlichsten Glückwünsche an Ulrike Helmer zur Wahl zur Bücherfrau des Jahres 2009. Liebe Ulrike, wir freuen uns schon riesig auf viele neue spannende Bücher aus deinem großartigen Verlag!


Jule Blum für den Lesbenring e.V.



Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. März 2010 um 11:37 Uhr
 
Der Lesbenring gratuliert PDF Drucken E-Mail

Und weiter geht es im Reigen der feministischen Bewegungsprojekte-Jubiläen:

Unsere Glückwünsche gelten dieses Mal dem Ehrfurcht gebietenden

35. Geburtstag des Frauenzentrums Mainz e.V.

Liebe Mainzerinnen, fünfunddreißig Jahre parteiliche und politische Arbeit (auch) für Lesben in und um Mainz sind wahrhaft ein toller Grund um darauf anzustoßen!

Des Weiteren gratulieren ganz herzlich den Wirtschaftsweibern. Seit 10 Jahren engagieren sie sich tatkräftig für lesbische Frauenpräsenz in der Wirtschaftswelt und Networking. Liebe Wirtschaftsladies: Zu eurem rauschenden Fest am 24.Oktober wünschen wir euch ganz viel Spaß und viel Energien für die nächsten zehn Jahre.

Die „Zwanzig“ geschafft haben die LLLs in Frankfurt/Main. Die drei L stehen für Lebendiges Lesbenleben e.V. und damit für 20 Jahre lesbische Kulturarbeit im LSKH. Auch hier wünschen wir von Herzen alles Gute und freuen uns auf viele weitere Jahre Lesbenkultur mit Konzerten, Lesenächten und manchem mehr.

Herzlichen Glückwunsch Else Laudan! Der seit 1989 für das Ariadne-Programm im Hamburger Argument Verlag zuständigen Lektorin und Redakteurin wurde am 14.11. im Rahmen der “Ladies Crime Night” im Düsseldorfer Stadtmuseum erstmals die “Goldene Auguste” verliehen. Die Auszeichnung ehrt Else Laudan für ihre Verdienste um den Kriminalroman von Frauen.

Für

Für den Lesbenring

Jule Blum

Geschäftsführende Vorstandsfrau

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. März 2010 um 11:37 Uhr
 
Der Lesbenring beantragt: Abschaffung des Ehegattensplittings PDF Drucken E-Mail

* Antrag an die Mitfrauenversammlung 2009 des Deutschen Frauenrates

Antragstellerin: Lesbenring e.V. als bundesweiter Dachverband von Lesben und Lesbenorganisationen

Betrifft: Abschaffung des Ehegattensplittings

Die Mitfrauenversammlung möge beschließen:

Der Deutsche Frauenrat spricht sich dafür aus, das Ehegattensplitting im Einkommensteuerrecht abzuschaffen.

Begründung:

Die Abschaffung des Ehegattensplittings stellt einen bedeutenden Schritt zur steuerrechtlichen Gleichberechtigung verschiedener Lebensweisen dar. Die einseitige Privilegierung von unterschiedlich verdienenden Ehepaaren führt in der Praxis zu einer eklatanten Benachteiligung von Frauen. Die zusätzliche Wahl der Steuerklassen 3 und 5 hat in vielen Fällen zur Folge, dass

  1. die Voraussetzung dafür geschaffen wird, dass vor allem Frauen nicht arbeiten oder nur in geringfügig bezahlte Arbeitsverhältnisse gehen
  2. Frauen infolgedessen weiterhin den größeren Teil der unbezahlten Reproduktionsarbeit übernehmen
  3. Frauen deutlich weniger verdienen und dadurch außerdem weniger eigene Rentenansprüche erwerben, wodurch die Gefahr der weiblichen Altersarmut erheblich vergrößert wird.

Bisher fördert und subventioniert das Ehegattensplitting ausschließlich die Lebensweise der Ehe zwischen Mann und Frau, selbst wenn in dieser Beziehung keine Kinder leben oder sonst in irgendeiner Weise Pflegearbeit geleistet wird.

Finanzielle Unterstützung sollte stattdessen dorthin fließen, wo Erziehungs- und Pflegearbeit erfolgt.


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 07. März 2010 um 11:29 Uhr
 
Erste Lesben-Briefmarke! PDF Drucken E-Mail

Die erste Briefmarke mit lesbischem Motiv gab es 2009 zum Lesbenfrühlingstreffen in Köln. Frau konnte am Lesbenringstand zum ersten Mal Briefumschläge mit einer aufgedruckten Lesbenbriefmarke erstehen. Die Resonanz darauf war so überwältigend und die Umschläge waren in so kurzer Zeit vergriffen, dass wir eine Wiederholung planen.

Aber wie könnte die neue Lesbenbriefmarke aussehen?
Was für ein Motiv würdet ihr gerne haben, könntet ihr euch gut vorstellen?
Hier unser Aufruf an euch: Gestaltet, malt, bastelt, zeichnet, collagiert, fotografiert… lasst eurer Phantasie freien Lauf!
Die Entwürfe schickt bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Wir freuen uns darauf!


Briefmarke Lesbenring 1
Zum Vergrößern bitte klicken!


Briefmarke Lesbenring 2

Zum Vergrößern bitte klicken!


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 21. Oktober 2009 um 14:55 Uhr