Brigitte Bialojahn: Schwarzer Afghane

Bialojahn, Brigitte - Schwarzer AfghaneIn diesem Roman geht es um eine Gruppe von Freundinnen. Es wird geliebt und entliebt, frau trifft sich und nimmt am Leben der Anderen teil.  Im Mittelpunkt steht Lucca, eine Fotografin und Archäologin, die von einer Affäre zur anderen springt und dabei sowohl ihren Freundinnen, als auch ihrem Hund die Treue hält. Turbulent werden die Ereignisse, als Lucca sich auf eine Affäre zu Diana Schwarze, einer erfolgreichen  Hundezüchterin und –psychologin, einlässt, denn Diana ist nicht das, was sie zu sein vorgibt.  Es geht um Tierschutz und Steuerhinterziehung, es wird gefahndet, es gibt einen Exkurs nach Irland, Gewalt und Verfolgungsjagden. Und am Ende ist für (fast) alle alles wieder gut.

Das Ganze wird flüssig und schlüssig erzählt. Es gibt unerwartete Wendungen. Allerdings gibt es neben Lucca auch eine Menge handelnder Personen – Ärztinnen für Mensch, Tier und Zahn, eine Juristin, eine Journalistin, eine Kriminalbeamtin. Gut, dass das Verzeichnis vorangestellt wurde, denn die Charaktere fallen etwas blass aus, so dass ich immer wieder nachschlagen musste, um Mona, Anna, Alana, Charlotte, Karina, Susanne auseinanderzuhalten.  Da gelingt die Darstellung der Hundecharaktere um Längen besser, die sieht die Leserin förmlich über die Wiese toben.

Schwarzer Afghane ist ein guter Unterhaltungsroman, ein bisschen Kallmaker, allerdings etwas weniger kompakt. Ein wenig Straffung wäre dem Lesefluss gut bekommen. Sommerlektüre, die gut in den Urlaubskoffer passt.

Bialojahn. Schwarzer Afghane. Edition Fischer.  Frankfurt/ Main. 2011 bestellen…

gelesen von Elke Heinicke