Carolin Schairer: Lass keine Fremden ins Haus

Carolin Schairer: Lass keine Fremden ins HausIn einer klirrend kalten Wiener Winternacht findet Laura eine Frau vor ihrer Haustür, in zerrissener Kleidung, verwirrt, krank, ohne Gedächtnis. Einem Impuls folgend nimmt sie die Unbekannte mit in ihre Wohnung und pflegt sie gesund. Doch Tosca, wie sich die Fremde nach einem Blick in Lauras CD Regal selbst genannt hat, hat Geheimnisse. Gemeinsam versuchen die beiden Frauen, jede auf ihre Weise, dem früheren Leben Toscas auf die Spur zu kommen.

Carolin Schairer, spätestens seit „Ellen“ auf lesbische Aschenputtel-Versionen abonniert, hat wieder einmal einen Unterhaltungsroman im besten Sinne des Wortes vorgelegt. Wieder einmal gibt es die Arme und die Reiche und wieder gibt es eine, die gerettet werden muss. Raffinierterweise ist es diesmal nicht ein und dieselbe, was dem Leservergnügen ganz und gar nicht abträglich ist. Eine Geschichte für die kleinen Fluchten aus dem Alltag, wie ein Roman – und das ist ganz ernsthaft als Kompliment gemeint – von der Marlitt aus der „Gartenlaube“.

Carolin Schairer, Lass keine Fremden ins Haus. Ulrike Helmer Verlag, Sulzbach/Ts. 2011

bestellen… 21. Juni 2011, Broschiert: 300 Seiten, Verlag: Ulrike Helmer Verlag, ISBN-13: 978-3897413115

gelesen von Jule Blum