Archiv der Kategorie: Pressemitteilungen

Neuwahl des Vorstandes des LesbenRing e.V.

Die Mitfrauen des LesbenRing e.V. haben auf ihrer Mitfrauenversammlung am 10.12.2016 in Köln den bisherigen Vorstand entlastet und einen neuen Vorstand gewählt. Ulrike Rolf, Gabi Stummer und Sarah Bast freuen sich auf die Arbeit für den LesbenRing e.V.

Der neue Vorstand dankt Judith Völkel für ihre Arbeit und freut sich, dass sie als aktive Mitfrau dem LesbenRing e.V. erhalten bleibt.

Weiterhin wird auf die Fortführung der Arbeit des letzten Jahres gesetzt und auf die erreichten Ziele aufgebaut. Auch zukünftig steht der LesbenRing e.V. für lesbische Interessen ein. „Wir sind bestrebt die Vernetzung der Mitfrauen und –organisationen untereinander zu intensivieren und wollen noch mehr Lesben für die notwendige und interessante Vereinsarbeit gewinnen, um uns noch breiter aufstellen zu können. Erst hierdurch sind wir in der Lage unsere vielfältige politische Arbeit auch leisten zu können“, so der neue Vorstand.

Zur inhaltlichen und strategischen Ausrichtung des Vereins trifft sich der LesbenRing e.V. zu einem Arbeitstreffen „Jahresplanung“. Alle Mitfrauen, welche die zukünftigen Themen aktiv mitgestalten und umsetzen wollen, sind herzlich willkommen. Das Treffen findet am 14.01.2017 in Berlin statt.

Ein Schritt vor und zwei zurück!

Nach anfänglich positiven Meldungen in Reaktion auf das Bundesverfassungsgerichtsurteil nimmt die Bundesregierung diese Aussagen immer mehr zurück. Inzwischen ist nur noch davon die Rede, die vom Gericht geforderte Gleichstellung bei der sogenannten Sukzessivadoption umzusetzen. Selbst die sich aufdrängende Gleichstellung des Adoptionsrechtes insgesamt steht nicht mehr auf der Gesetzesagenda der CDU. Wieder einmal werden wir abgespeist und von einer tatsächlichen rechtlichen Gleichstellung sind wir nach wie vor meilenweit entfernt.

Um eine tatsächliche Gleichstellung zu erreichen, fordern wir deshalb

  • die Abschaffung aller Eheprivilegien und die Öffnung der Ehe für alle
  • die Abschaffung einer Sondergesetzgebung für Lesben und Schwule, weil niemand durch Gesetzgebung diskriminiert werden darf
  • und damit die Abschaffung des unsäglichen Begriffes „Homo-Ehe“

Der Lesbenring freut sich, dass die Abschaffung des antiquierten Ehegattensplittings inzwischen auf breiter Basis diskutiert wird. Er fordert die beiden Regierungsparteien auf, dies umzusetzen und durch eine zeitgemäße Unterstützung pflegender und erziehender Gemeinschaften zu ersetzen.

  • weil wir seit langem für die Gleichstellung aller Lebensweisen plädieren
  • weil das Ehegattensplitting gut verdienende Paare subventioniert
  • weil mit dem Ehegattensplitting die Voraussetzung dafür geschaffen wird, dass vor allem Frauen nicht arbeiten oder in nur geringfügig bezahlte Arbeitsverhältnisse gehen sowie infolgedessen weiterhin den größeren Teil der unbezahlten Reproduktionsarbeit übernehmen
  • weil das aus der Abschaffung des Ehegattensplittings frei werdende Geld dringend umverteilt werden muss
  • weil staatliche Unterstützung dort erfolgen muss, wo für jemanden Sorge getragen wird und zwar egal, ob es sich dabei um Kinder, Pflegebedürftige, Alte … handelt und egal, in welcher Lebensweise diese Personen miteinander leben.

Pressemitteilung des Lesbenring e.V. vom 11. März 2013, weitere Infos: buero@lesbenring.de

PM: Besuch des Lesbenring e.V. bei Brigitte Lösch, Sprecherin von Bündnis ’90 / Die Grünen für die Belange von Lesben, Schwulen und Transgender in Baden-Württemberg

Am 22. September 2011 war eine Delegation des Lesbenring e.V. bestehend aus Jule Blum (Geschäftsführende Vorstandsfrau), Dr. Elke Heinicke (Pressesprecherin) und Konstanze Gerhard (Webmasterin) bei Brigitte Lösch www.brigitte-loesch.de im Haus des Landtags in Stuttgart. Brigitte Lösch ist seit Mai 2011 Vizepräsidentin des Landtags, Mitglied des Europaausschusses und Sprecherin für die Belange von Lesben, Schwulen und Transgender von Bündnis ’90 / Die Grünen.

Das Gespräch fand in einer angenehmen und konstruktiven Atmosphäre statt. Frau Lösch bedankte sich, dass der Lesbenring e.V., der seine Bundesgeschäftsstelle in Baden-Württemberg (Heidelberg) hat, den Kontakt gesucht hat. Der Lesbenring e.V. bedankte sich für die Einladung, war es doch das erste Mal seit 29 Jahren, nämlich seit Bestehen des Vereins, dass der Lesbenring „von der Politik“ in Baden-Württemberg eingeladen und gehört wurde.

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Lesbenring fordert das bedingungslose Grundeinkommen

Der Lesbenring fordert am 8. Oktober 2010 in einem Antrag an den Deutschen Frauenrat das personenbezogene bedingungslose Grundeinkommen in Existenz- und Teilhabe sichernder Höhe

Antrag:

Der Deutsche Frauenrat befürwortet die Einführung eines personenbezogenen Grundeinkommens in Existenz- und Teilhabe sichernder Höhe für alle Menschen, die in Deutschland leben

Begründung:

Ein bedingungsloses Grundeinkommen soll Armut und soziale Notlagen beseitigen, den individuellen Freiheitsspielraum vergrößern sowie die Entwicklungschancen jeder/s Einzelnen und die soziale und kulturelle Situation im Gemeinwesen nachhaltig verbessern. Das Grundeinkommen ist für sich genommen kein Mittel gegen patriarchale Rollenzuweisungen und daher mit anderen Maßnahmen zu ergänzen, mit dem Ziel der Herstellung umfassender Geschlechtergerechtigkeit. Es macht Frauen jedoch ökonomisch unabhängiger, was insbesondere für alleinerziehende, alleinstehende und lesbische Frauen zwingend notwendig ist. Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ermöglicht, dass gesamtgesellschaftlich von den lesbisch-feministischen partnerschaftlichen Lebensweisen profitiert werden kann.

Siehe auch: Veranstaltungshinweis Hamburg: Frauensichten auf das Grundeinkommen, Sa, 23.10. mit Frigga Haug, Gabriele Winker, Ingrid Hohenleitner

 

Denk mal wieder!

Ein Denkmal ist ein Ort, der anregen soll zu denken, ein Anstoß zum Erinnern und Nachdenken.

Im Juni 2008 wurde das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Berliner Tiergarten eingeweiht. Ein an das große Stelenfeld auf der anderen Straßenseite erinnernder Betonquader steht abseits und durch ein Fenster können die BesucherInnen im Innern eine Filmsequenz betrachten.

Gestritten wurde um die Gestaltung des Denkmals wie bei nur wenigen anderen. Mal wird es kritisiert, weil es an schwulen Klappensex erinnern würde, doch kritikwürdig kann dies nur denen scheinen, die Klappensex als minderwertige Sexualität beargwöhnen. Nicht gerade eine Glanzleistung der Toleranz. Dann wieder wird die Darstellung von Lesben im Denkmalskontext als Geschichtsverfälschung angeprangert.

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