Archiv der Kategorie: Rezensionen 2007 2. Halbjahr

Die Krake. Nr. 2

Nun ist sie aus den Tiefen und Untiefen der Meere zu uns heraufgetaucht – die zweite Nummer der Krake, der Zeitschrift für Künstliche Beziehungen für unnatürliche Frauen.
Wie schon ihre Vorgängerin mit der Startnummer Eins erweist sich auch der zweite Jahrgang als hochentwickelter Kopffüßler. Der aus dem Norwegischen stammende Begriff Krake soll ursprünglich ein Seeungeheuer bezeichnet haben, das von Reisenden bereits im Mittelalter beschrieben wird. Aber selbst Homer traf wohl Kraken, die er  in Gestalt seiner Skylla aus der Odyssee der Nachwelt hinterließ.
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Sophie Behr: Reisen – Speisen – grausam sein

Ein Titel, hinter dem sich ein Band mit Kurzkrimis verbergen könnte. Aber die Fährte führt die potentielle Leserin in die Irre.
Es wird gereist. Eine Mutter reist mit ihren erwachsenen Zwillingen Uriel und Muriel nach Spanien. Das Reiseland wird im katholischen Ostertaumel und als leicht exotisch anmutender Hintergrund geschildert. Wirklich wichtig ist es nicht für die Erzählung. Die Reise gibt den Rahmen für das Erinnern und ein Teil der Erinnerungen der Mutter sind mit Spanien verknüpft.

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Annette Berr: Die Stille nach dem Mord

In einer winterlich verlassenen Ferienhaussiedlung im norddeutschen Flachland machen Jana und Frike ihren ersten gemeinsamen Urlaub. Jana wird krank und als ihr Fieber bedrohliche Höhen erreicht, macht sich Frike auf den Weg um Hilfe zu holen. Als Jana Tage später aus ihren Fieberträumen erwacht, ist Frike verschwunden. Auf der Suche nach ihr findet Jana Unterschlupf in einem nahe gelegenen, gar nicht so idyllischen Bauernhof und unverhofften Beistand, vor allem vom schwulen Sohn Ole. Unterstützt durch das schräge Herausgeberpaar der regionalen Landgazette taucht Jana tief in die morastigen Abgründe der Heide-Provinz und findet heraus, dass sie Frike eigentlich gar nicht gekannt hat.
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Irene Fleiss: Als alle Menschen Schwestern waren. Weiblichkeit in matriarchalen Gesellschaften – gestern und heute. Band 2.

Nur wenige Monate nach dem ersten Band hat die Autorin jetzt Band 2 ihrer Matriarchatsstudien vorgelegt. Aufbau und Gestaltung gleicht Band 1 und greift die dort noch offen gebliebenen Themen auf: Was macht Weiblichkeit in matriarchalen Gesellschaften aus? Wie verläuft der weibliche Lebenszyklus von Menarche, Defloration, Initiation über Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaft bis zu Wechseljahren und Alter? Wie auch in Band 1 ein riesiger Fundus an Beispielen und Belegen kreuz und quer aus geschichtlichen Epochen und geografischen Gegenden, manches Mal leider schwer zuordenbar.

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Jeux de Lune – Das erotische Fantasy-PC-Spiel zu „Mein heimliches Auge“

Adventure-PC-Spiele gibt es vermutlich unendlich viele auf dem Markt, ohne dass es uns jemals danach verlangt hätte. Ob es auch Erotik-Versionen davon gibt, die Rezensentinnen gestehen achselzuckend ihre Ahnungslosigkeit.
Voller Ungeduld warteten wir aber genau auf dieses Spiel – als regelmäßige Leserinnen des Lesbischen und des Heimlichen Auges – denn angekündigt war es bereits zur letztjährigen Frankfurter Buchmesse. Ganz schnell ist uns allerdings klar geworden, warum die Produktion so langwierig gewesen ist. Viele 1000 wunderschöne Originalzeichnungen mit liebevoll ausgearbeiteten Details illustrieren die mystische Geschichte der französischen Theaterautorin Florence Debureau, untermalt von zauberhafter, extra für dieses Spiel komponierter Musik.

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