Archiv der Kategorie: Rezensionen 2009 1. Halbjahr

Carmen Bregy: Im Stillen umarmt

Carmen Bregy: Im Stillen umarmtDer erste Roman der Baseler Werbetexterin/ Konzepterin erzählt von der Liebe zweier Frauen, die irgendwie weder mit, noch ohne einander leben können. Im Grunde genommen erzählt nur eine der beiden das ewige Auf und Ab, das zueinander Hin und voneinander Weg, jedoch mit einer Wankelmütigkeit, dass ich beim Lesen das eine oder andere Mal zurückgeblättert habe, um zu prüfen, ob mir ein Wechsel der Erzählebene entgangen sein sollte.

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Martina Löw (Hgin.): Geschlecht und Macht Analysen zum Spannungsfeld von Arbeit, Bildung und Familie

Macht ist auch heute noch ein nicht unbelasteter Begriff in so mancher frauenbewegter Runde: Emotional aufgeladen ist die Diskussion, da wird von Eigenmacht, Gestaltungsmacht und Machtmissbrauch geredet, nicht immer klar differenziert und mächtig aneinander vorbei geredet. Löw hat Beiträge zusammengestellt, die sich mit der Machtfrage im Geschlechterverhältnis beschäftigen. So geht es um Angela Merkels Weg zur Macht (Arbeitsthese: Sie ist zum Glück unterschätzt worden und deshalb nicht aufgehalten worden.)

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Laura Merrit (Hgin.): Mein lesbisches Auge 8

Mein lesbisches Auge 8Oh ja Erotik kann auch langweilig sein. So geht es mir bei den Geschichten von Helen S Remm und Anais Morten sowie Danielle de Santiago, mein Herzschlag bleibt ruhig, gähnend blättere ich die Seiten um. Aber es geht auch anders: Humor regt die Produktion meiner Säfte an .Da werde ich mit Anne Bax und „das F-Wort“ genauso glücklich wie mit Ilka Schneider und das „Faustpfand“. Erfrischend anders das erotische?

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Karen McLeod: Auf der Suche nach der verlorenen Wimper

Karen McLeod: Auf der Suche nach der verlorenen WimperLizzies Leben ist gründlich aus den Fugen geraten. Die Liebste hat sie verlassen, weil sie herausgefunden hat, dass sie eigentlich doch mehr auf Kerle steht. Ihr Bruder Simon, der als Frau leben will und sich Amanda nennt, ist spurlos verschwunden, nachdem ihre Mutter Lizzie und ihn aus dem Haus geworfen hat. Die Fremde, neben der sie nach einem One-Night-Stand aufwacht, taugt auch nicht dazu, die düsteren Wolken der Depression zu heben, die sich schwer über Lizzie und ihr Leben legen.

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Norah Vincent: Mein Jahr als Mann.

Norah ist lesbisch, eher Butch und geht bei harmlosen Samstagabendvergnügungen mit einer Freundin im East Village schon mal als Mann durch. Das fühlt sich verblüffend anders an als alle ihre sonstigen Erfahrungen: Keine abschätzigen, begehrlichen Blicke, statt dessen Respekt. Als Journalistin (Los Angeles Time, New York Post, Washington Post) von Berufs wegen zu Neugier neigend, beschließt die Autorin, ein Experiment zu wagen. Sie staffiert sich entsprechend aus und begibt sich als Mann in ausgesprochene Männerdomänen: den Bowlingclub, das Kloster, die Männerbewegung.

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