Archiv der Kategorie: Rezensionen 2009 2. Halbjahr

Hrg.innen Sigrun Casper & Claudia Gehrke: Familien-Bande

Binden uns die Familienbande in einen größeren Zusammenhang ein, geben Wurzeln? Oder werden wir die ganze (Rassel)Bande einfach ein Leben lang nicht los, so sehr wir es auch manchmal versuchen? Sowohl, als auch. Der Sammelband wirft einen kaleidoskopischen Blick auf alle Facetten, die Familienbande haben können. Reproduktionsarbeit und die Frage nach der Bezahlung von Hausarbeit werden genauso beleuchtet wie die Pluralisierung von Familienformen, die Neuordnung von Genderrollen, Familie und Globalisierung, Umverteilung von Reproduktionsarbeit auf Frauen aus ärmeren Ländern des Südens und Osteuropas. Hrg.innen Sigrun Casper & Claudia Gehrke: Familien-Bande weiterlesen

Manuela Kuck: Liebe Lügen

Manuela Kuck ist wieder da! Nachdem wir eine ganze Weile auf ihre Geschichten aus der weiten Lesbenwelt verzichten mussten, hat der Verlag Krug und Schadenberg uns pünktlich zum Beginn der Herbstnieselschnupfenzeit einen neuen Roman der Autorin beschert. Ein wenig erinnert er an frühere Werke, bei denen sich Katastrophe auf Katastrophe ballte, ganz kurz vor Ende aber alles in rasantem Tempo einem fulminanten Happyend entgegen steuerte.

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Kurzkrimis aus Ost und West. Immer Ärger mit den lieben Verwandten.

Zum 20.Jahrestag des Mauerfalls ist in diesem Herbst eine Menge veröffentlicht worden. Nachdenkliches, mehr oder weniger Reflektiertes, Sachliches und Unsachliches, gut oder schlecht Recherchiertes, Kluges, Sentimentales, Unsensibles und Persönliches. Selten aber eine Mischung, die so frech und unterhaltsam, gelegentlich sogar böse bis erfrischend politisch unkorrekt daher kommt. Gedanken um Ost und West im Kurzkrimi. AutorInnen von beiden Seiten, oft mit guter Ortskenntnis beider Himmelsrichtungen. Geschichten aus der weiter zurück liegenden Vergangenheit, als man noch reiste zu den Verwandten ins unbekannte ferne/nahe Land, gemischt mit Wende/Aufbruch/Umbruchstimmung bis zu Erinnerungen an ein einstmals getrenntes Land. Bekannte und weniger bekannte Namen unter den AutorInnen. Kurzkrimis aus Ost und West. Immer Ärger mit den lieben Verwandten. weiterlesen

Jen Lin-Liu: Nudeln für das Volk.

Eine kulinarische Entdeckungsreise in 27 Gerichten und drei Beilagen verspricht der Untertitel. Die Amerikanisch-chinesische Autorin hat China bereist, die Sprache erlernt und die chinesische Kochkunst studiert. Zuerst absolviert sie einen Kochkurs, später weilt sie zu Praktika in verschiedenen Gegenden, arbeitet in Nobelrestaurants und Garküchen und am Ende entschließt sie sich, als Köchin in China zu leben. Jen Lin-Liu: Nudeln für das Volk. weiterlesen

Karin Rick: Chaosgirl

Karin Rick: ChaosgirlDie Geschichte dieses neuen Romans von Karin Rick ist rasch erzählt: Die lesbische Protagonistin Irene arbeitet im Amt für verlorene Güter. Über dieses Amt erfährt die Leserin allerdings nicht viel mehr, als dass es eine graue, staubige, nicht besonders auf- oder gar anregende Umgebung ist. Schade eigentlich, denn ich hätte nur allzu gern Näheres erfahren. Immerhin gibt diese Behörde eine wunderbare Kulisse für Anita, die neue lebensfrohe Mitarbeiterin, ab. Irene entbrennt von Anfang an für die Neue, aber bis sie dann wirklich zusammen finden, vergehen etliche Buchseiten. Anita ist der reinste Wirbelwind, wenn auch kein Girl. Sie managt das Leben als Mutter zweier kleiner Buben, widersetzt sich schon aus Prinzip vielen Regeln, nimmt es mit der Wahrheit nicht allzu ernst und bringt bisher unbekannte Turbulenzen in Irenes Leben.

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