Archiv der Kategorie: Rezensionen 2010 1. Halbjahr

Hrsg.in Laura Méritt: Mein lesbisches Auge 9. Das lesbische Jahrbuch für Erotik.

Hrsg.in Laura Méritt: Mein lesbisches Auge 9.  Das lesbische Jahrbuch für Erotik.Jedes neue Lesbische Auge steckt voller Überraschungen, so auch Band 9 der inzwischen jährlich erscheinenden Reihe. Beim ersten Durchblättern fallen die teilweise großformatigen, oft ungewöhnlichen, manchmal witzigen, fast durchweg sehr gelungenen Bilder auf. Besonders gefallen hat mir das humorvoll-erotische Coverfoto – und das noch ehe ich wusste, dass das Motiv wie auch einige andere im Buch von einer meiner Lieblingskünstlerinnen – Maria Beatty – stammt. Bei jedem neuen Almanach lasse ich mich überraschen, welche Themen die Autorinnen aufgreifen. Dieses Mal gibt es eine Vielzahl von Interviews, in denen Lesben verschiedener Altersstufen Fragen zu beliebten Sexpraktiken und -fantasien oder zum lesbischen Blick gestellt werden, die mehr oder weniger ausführlich und direkt beantwortet wurden.

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Brigitte Aulenbacher, Birgit Riegraf: (Hrsg.innen): Erkenntnis und Methode. Geschlechterforschung in Zeiten des Umbruchs.

Wahre Fundgrube für diejenigen Leserinnen, die sich auf theoretischer Ebene  auseinandersetzen wollen mit Fragen wie: Wie wirkt sich Binnenmigration auf das Beziehungsleben aus? Wie kommen wir mit Pendeln oder häufigen Umzügen zurecht?

Warum ziehen Menschen um? Wie mobil sind Arbeitnehmerinnen/ können/ müssen sie sein? Wie egalitär ist die Arbeitsteilung in modernen Familien wirklich? Brigitte Aulenbacher, Birgit Riegraf: (Hrsg.innen): Erkenntnis und Methode. Geschlechterforschung in Zeiten des Umbruchs. weiterlesen

Katharina Fietze: Kluge Mädchen. Frauen entdecken ihre Hochbegabung.

Hochbegabung ist ein bis heute relativ wenig publiziertes Thema. Es gerät höchstens im Zusammenhang mit Unangepasstheit oder ADHS (von Jungen) in die Medien. Sind Mädchen etwa nicht hochbegabt? Doch, sie sind es, allerdings fallen sie seltener auf, nehmen sich zurück, machen keine Probleme und passen sich an. 2,3 % der Menschen weltweit gelten als intellektuell hochbegabt. Nur wird die Hochbegabung bei Mädchen seltener diagnostiziert, mit der Folge, dass sie ihre Fähigkeiten nicht ausschöpfen können, unter ihren Möglichkeiten bleiben und oft genug unglücklich sind, weil sie sich fremd und „irgendwie anders“ fühlen, ohne die Ursache dafür zu kennen. Katharina Fietze: Kluge Mädchen. Frauen entdecken ihre Hochbegabung. weiterlesen

Immacolata Amodeo, Heidrun Hörner, Christine Kiemle (Hginnen.): Literatur ohne Grenzen. Interkulturelle Gegenwartsliteratur in Deutschland. Porträts und Positionen

Drei Literaturwissenschaftlerinnen stellen in Porträts und Gesprächen 11 mehrsprachige Autorinnen und Autoren vor, die einen interkulturellen Hintergrund gemeinsam haben. Zu den vorgestellten Autorinnen gehören unter anderem Sudabeh Mohafez, Sujata Bhatt, Yoko Tawada oder Zsuzsanna Gahse. Und herausgekommen ist ein ungemein spannendes und sehr kurzweilig zu lesendes Buch. Immacolata Amodeo, Heidrun Hörner, Christine Kiemle (Hginnen.): Literatur ohne Grenzen. Interkulturelle Gegenwartsliteratur in Deutschland. Porträts und Positionen weiterlesen

Bettina Heinzelmann: Das Vermächtnis des Wassers.

Bettina Heinzelmann: Das Vermächtnis des  Wassers.Selten trug ein Roman einen treffenderen Titel: Die Träume vom Ertrinken. Das Hochwasser der Donau. Der Blick von der steinernen Brücke in Regensburg. Das Unwetter auf dem finnischen See. Das Plätschern, wenn das Paddel ins Wasser taucht. Die unter der Dusche getauschten Zärtlichkeiten. Gewitter und Dauerregen. Ich konnte es förmlich vor mir sehen, es riechen und hören. Seite für Seite gab es Begegnungen mit dem nassen Element, manchmal auch rein metaphorisch:  Seite an Seite tauchten sie in die Menschenmenge ein, die sie wie ein breiter Fluss mit in die U-Bahnstation hinunterschwemmte. Bettina Heinzelmann: Das Vermächtnis des Wassers. weiterlesen