Archiv der Kategorie: Rezensionen 2011 1. Halbjahr

Roswitha Hoffmann: Das Mädchen mit dem Jungenkopf. Kindheit und Jugend der Schriftstellerin Fanny Lewald.

In diesem Jahr jährt sich der Geburtstag von Fanny Lewald, der bedeutendsten Schriftstellerin des Deutschen Vormärz und einer der bekanntesten Autorinnen des 19. Jahrhunderts, zum 200. Mal, Grund und Anlass genug für Würdigungen und Biografien dieser herausragenden Frau. Roswitha Hoffmann beschäftigt sich in ihrem Buch Das Mädchen mit dem Jungenkopf mit Kindheit und Jugend Lewalds. Vollkommen ungewöhnlich für die Zeit erhält diese eine fundierte Erziehung und Schulbildung, mit der sicherlich die Grundlage für die bemerkenswerte Karriere der Tochter aus jüdischem Haus gelegt wird.

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Silvia Sverak & Petra Marada-Seletzky: Für Hasen nicht bremsen. Was frau am Steuer wissen sollte

Solche Tipps-& Ratgebersammlungen gibt es auch in ganz schrecklich, vor allem wenn sie sich an Frauen richten. Über die Grenze des Erträglichen hinaus belehrend, herablassend und so „launig“, dass frau das müde Lächeln schon nach wenigen Sätzen endgültig verrutscht. Zum Glück ist dieses Buch anders. Zwei echte, hoch kompetente Fachfrauen haben Antworten auf jede Menge Fragen zusammengetragen, von denen sich garantiert Jede schon mal die ein oder andere gestellt hat. Die Autorinnen merken kritisch an, dass das viel belächelte Technikunverständnis der Frauen direkte Folge von Mädchensozialisation ist und schaffen mit diesem klugen Ratgeber tatkräftig Abhilfe. Ein Buch, das dringend einen leicht erreichbaren Platz im Regal braucht oder vielleicht doch gleich in Zukunft im Handschuhfach wohnen sollte, um immer gleich zur Stelle zu sein.

Silvia Sverak & Petra Marada-Seletzky, Für Hasen nicht bremsen. Was frau am Steuer wissen sollte. edition a, Wien 2011

gelesen von Jule Blum

Christine Tapking: Toter als tot

Der leicht exzentrische Kunsthändler Friedrich ist in das Dorf seiner Kindheit zurückgekehrt und lebt zurückgezogen samt Hund Fridolin von seinem Erbe. Ein Leben, wie es friedlicher nicht sein könnte, wäre Friedrich nicht so ein ausgesprochener Pechvogel. Er stolpert über eine Leiche, die sich wenig später allerdings als quicklebendig herausstellt. Doch entgegen dem alten Spruch, dass Totgesagte länger leben, taucht Friedrichs Leiche bald ein zweites Mal auf, nun wirklich toter als tot. Erdrosselt, und das ausgerechnet mit Fridolins Hundeleine. Friedrich und sein alter Freund, Dorfpolizist Hanne, haben alle Hände voll zu tun, Kommissar Malvoisier und seinen Assistenten Brettschneider davon zu überzeugen, dass Friedrich als Täter nicht infrage kommt. Christine Tapking: Toter als tot weiterlesen

Christoph Klimke & Sarah Mondegrin: Nicht ohne meine Pfoten. Katzen, Hunde, Lesben, Schwule.

Auf meine Meinung und diese Rezension sollte keine etwas geben, denn eigentlich habe ich gar keine Ahnung und gehöre bestimmt nicht zur Zielgruppe, denn in meinem Haushalt leben weder Hund, noch Katz, nicht Schildkröt‘ und noch nicht mal ein Kanarienvogel.  Letzteren hatte ich mal, aber da war ich noch nicht lesbisch, sondern noch Vorschulkind, was vermutlich nicht so richtig zählt. Aber wenn ich mich vornehm zurückhalte mit meiner Meinung, nun dann geht dieses ungewöhnliche Buch vielleicht an den TierfreundInnen vorbei und das wäre jammerschade.

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Katharina Pewny – Das Beste für die Lesbe: Die Dreivariantencouch

Dreivariantencouch. Von Jule Blum und Elke HeinickeDie Lesbenring-Aktivistinnen und Sprach- und Literaturwissenschaftlerinnen Jule Blum und Elke Heinicke haben mit der „Dreivariantencouch“ einen zeitgeschichtlichen Roman geschrieben, der für jüngere und ältere Leserinnen aus Nord und Süd, Ost und West, dringend zu empfehlen ist. Clever und witzig verweben sie die Gegenwart der drei Protagonistinnen Kerstin, Astrid und Dorothea, die eine offene Mehrfach-Beziehung leben wollen, mit ihren Mädchenzeiten in Ost- und Westdeutschland. Die zwei roten Fäden durch das Buch sind die Gegenwart und Geschichte der Lesbenbewegung als auch die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1989.

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