Christine Tapking: Toter als tot

Der leicht exzentrische Kunsthändler Friedrich ist in das Dorf seiner Kindheit zurückgekehrt und lebt zurückgezogen samt Hund Fridolin von seinem Erbe. Ein Leben, wie es friedlicher nicht sein könnte, wäre Friedrich nicht so ein ausgesprochener Pechvogel. Er stolpert über eine Leiche, die sich wenig später allerdings als quicklebendig herausstellt. Doch entgegen dem alten Spruch, dass Totgesagte länger leben, taucht Friedrichs Leiche bald ein zweites Mal auf, nun wirklich toter als tot. Erdrosselt, und das ausgerechnet mit Fridolins Hundeleine. Friedrich und sein alter Freund, Dorfpolizist Hanne, haben alle Hände voll zu tun, Kommissar Malvoisier und seinen Assistenten Brettschneider davon zu überzeugen, dass Friedrich als Täter nicht infrage kommt.

Dieser weitere, unterhaltsam weg zu schmökernde Band der Reihe quer criminal, voller skurriler Einfälle, liest sich teilweise fast wie eine vergnügliche Hommage an Agatha Christie. Nicht ganz nachzuvollziehen ist allerdings, warum die Autorin für ihr Krimidebüt die Perspektive eines männlichen Icherzählers gewählt hat, was sich manchmal leider etwas schwächend auf Stringenz und Glaubwürdigkeit des Protagonisten auswirkt.

Christine Tapking, Toter als tot. Querverlag Berlin 2011

gelesen von Jule Blum