Elke Pistor: Das Portal

Während im Köln des 14. Jahrhunderts an der größten Kirche der Welt, dem Kölner Dom, gebaut wird, verliebt sich der Engel Halei in Anna, Tochter aus der berühmten Steinmetzfamilie Parler. Eine Liebe, die nicht sein darf, und deshalb tut die geheime Bruderschaft der Domherren alles in ihrer Macht stehende, sie zu unterbinden.

Fast 700 Jahre später wirken die Ereignisse von damals immer noch nach, geheimnisvolle Dinge geschehen und ein rätselhafter Mann taucht im Leben der engagierten Kommissarin Nia Hallmann auf, nachdem sie bei einer ungenehmigten Ermittlung zu Schaden und ins Krankenhaus gekommen ist. Woher weiß der Psychologe Eliah Kahmen so viel aus Nias Vergangenheit, wer sind diese unheimlichen Männer in den hellen Anzügen und warum fallen Steine vom Dom?

All diese Fragen werden in dem mitreißenden Mystery-Roman von Elke Pistor selbstverständlich am Ende geklärt, aber bis dahin erwarten die Leserin etliche Stunden packender und vergnüglicher Lektüre. Geschickt verknüpft die Autorin die Zeitstränge miteinander, lässt die mittelalterlichen Dombauhütten genauso lebendig erstehen wie das heutige, moderne Köln. Ein Buch, das alle Zutaten für einen Bestseller virtuos vereint: ein sagenumwobenes Bauwerk, das Geheimnis einer verbotenen Liebe, Verschwörungen, die die Jahrhunderte überdauern. Ich wünsche ihm mindestens so viele LeserInnen wie dem Sakrileg

Elke Pistor, Das Portal. emons mystery, Emons Verlag 2011

gelesen von Jule Blum