Immacolata Amodeo, Heidrun Hörner, Christine Kiemle (Hginnen.): Literatur ohne Grenzen. Interkulturelle Gegenwartsliteratur in Deutschland. Porträts und Positionen

Drei Literaturwissenschaftlerinnen stellen in Porträts und Gesprächen 11 mehrsprachige Autorinnen und Autoren vor, die einen interkulturellen Hintergrund gemeinsam haben. Zu den vorgestellten Autorinnen gehören unter anderem Sudabeh Mohafez, Sujata Bhatt, Yoko Tawada oder Zsuzsanna Gahse. Und herausgekommen ist ein ungemein spannendes und sehr kurzweilig zu lesendes Buch.

Beginnend mit den Autorenporträts (wie wäre es denn bei acht Autorinnen und drei Autoren wenigstens mit dem großen Binnen-I gewesen, meine Damen?) über Lebensläufe, Schubladen, das Schreiben und die Sprachen bis hin zur Autorenwerkstatt und den Perspektiven nähern sich die Herausgeberinnen den Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die, wie es in der Einleitung heißt, zu den interessantesten Vertretern (!) der zeitgenössischen Literatur gehören.“Ihre Werke sind gekennzeichnet durch die Erfahrung der Migration, des Krieges, des Exils, des Verlustes der Heimat, aber auch das Finden einer neuen Heimat, des Schreibens in einer fremden Sprache oder in mehreren Sprachen, des Lebens in mehreren Kulturen.“

Durch die geschickte Kombination von Porträt und Gespräch und die thematische Einordnung entsteht beim Lesen eine Lebendigkeit, die das Gefühl vermittelt, mit den Schriftstellerinnen und Schriftstellern selbst in anregender Runde zusammengesessen zu haben. Einziger Kritikpunkt ist wirklich das Fehlen einer gendergerechten Sprache, die meinen genüsslichen Leserfluss gestört haben wie spitze kleine Stolpersteine.

 

Immacolata Amodeo, Heidrun Hörner, Christine Kiemle (Hginnen.), Literatur ohne Grenzen. Interkulturelle Gegenwartsliteratur in Deutschland. Porträts und Positionen. Ulrike Helmer Verlag, Königstein 2010

 

gelesen von Jule Blum

 


Immacolata Amodeo, Heidrun Hörner, Christine Kiemle (Hginnen.): Literatur ohne Grenzen. Interkulturelle Gegenwartsliteratur in Deutschland. Porträts und Positionen

 

Drei Literaturwissenschaftlerinnen stellen in Porträts und Gesprächen 11 mehrsprachige Autorinnen und Autoren vor, die einen interkulturellen Hintergrund gemeinsam haben. Zu den vorgestellten Autorinnen gehören unter anderem Sudabeh Mohafez, Sujata Bhatt, Yoko Tawada oder Zsuzsanna Gahse. Und herausgekommen ist ein ungemein spannendes und sehr kurzweilig zu lesendes Buch.

Beginnend mit den Autorenporträts (wie wäre es denn bei acht Autorinnen und drei Autoren wenigstens mit dem großen Binnen-I gewesen, meine Damen?) über Lebensläufe, Schubladen, das Schreiben und die Sprachen bis hin zur Autorenwerkstatt und den Perspektiven nähern sich die Herausgeberinnen den Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die, wie es in der Einleitung heißt, zu den interessantesten Vertretern (!) der zeitgenössischen Literatur gehören.“Ihre Werke sind gekennzeichnet durch die Erfahrung der Migration, des Krieges, des Exils, des Verlustes der Heimat, aber auch das Finden einer neuen Heimat, des Schreibens in einer fremden Sprache oder in mehreren Sprachen, des Lebens in mehreren Kulturen.“

Durch die geschickte Kombination von Porträt und Gespräch und die thematische Einordnung entsteht beim Lesen eine Lebendigkeit, die das Gefühl vermittelt, mit den Schriftstellerinnen und Schriftstellern selbst in anregender Runde zusammengesessen zu haben. Einziger Kritikpunkt ist wirklich das Fehlen einer gendergerechten Sprache, die meinen genüsslichen Leserfluss gestört haben wie spitze kleine Stolpersteine.

 

Immacolata Amodeo, Heidrun Hörner, Christine Kiemle (Hginnen.), Literatur ohne Grenzen. Interkulturelle Gegenwartsliteratur in Deutschland. Porträts und Positionen. Ulrike Helmer Verlag, Königstein 2010

 

gelesen von Jule Blum