Nora Miedler: Die Musenfalle

Lily, Wiener Schauspielerin ohne Engagement und chronisch in Geldnöten, erhält einen Anruf ihrer Agentin, der ihr die große Chance zu verheißen scheint. Werbefilmstar für einen Mobilfunkanbieter; die Rolle hat zwar ihre kleinen Schönheitsfehler, doch Lily ist trotzdem glücklich genug, um mit dem zukünftigen Auftraggeber auf der Besetzungscouch zu landen. Nicht weiter erwähnenswert, wäre der Typ nicht am nächsten Morgen tot. Nun steht Lily unter Mordverdacht und muss beweisen, dass sie mit dem Ableben des Handymenschen nichts zu tun hat. Dazu lässt sie sich mit Hilfe eines Exkollegen in die äußerst schräge Künstlerkommune der berühmten Theatermacherin Frieda Bernhard einschleusen und muss schon bald die Rolle ihres Lebens spielen.

Mit ihrem zweiten Ariadnekrimi ist Nora Miedler ein ausgesprochen vergnüglicher Who-Dunit gelungen, in rasantem Tempo geschrieben, wortwitzig und spannend zugleich. Ein absolutes Gute-Laune-Buch mit profunden Einblicken in die (Wiener) Theaterwelt.

Nora Miedler, Die Musenfalle. Ariadnekrimi 1190, Argument Verlag Hamburg 2010

gelesen von Jule Blum