Nora Miedler: Warten auf Poirot

Fünf Frauen, Freundinnen seit der Schulzeit, fahren gemeinsam zu einem Neujahrs-Kurzurlaub auf eine einsam gelegene Skihütte. Ein gewaltiger Schneesturm schneidet sie von der Außenwelt ab, selbst Handys funktionieren nicht, so dass die Frauen auf sich selbst zurückgeworfen sind, als plötzlich eine von ihnen ermordet wird.

Kaum hat sich der erste Schock gelegt, gibt es eine zweite Tote. Die Wiener Schauspielerin Nora Miedler hat sich mit ihrem Krimidebüt ein ambitioniertes Setting ausgesucht. Logischerweise muss eine der Überlebenden die Mörderin sein. Dass es Charlie, die Icherzählerin mit den ausgeprägten psychischen Problemen nicht gewesen ist, steht von Anfang an außer Frage. Und dass es statt der von Anfang an ständig schrecklich Verdächtigen dann am Ende doch – Überraschung! – diejenige war, von der es eigentlich niemand gedacht hatte, nun ja, fünf Sterne für Spannung kann ich leider nicht vergeben. Ein harmloses Lesevergnügen, dass keiner den Schlaf rauben wird.

Nora Miedler, Warten auf Poirot. ariadne kriminalroman 1182, Argument Verlag Hamburg 2009

gelesen von Jule Blum