Alle Beiträge von Redaktion

Ravensbrück: lesbischen Frauen und Mädchen muss endlich gedacht werden

Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und Uckermark: 
Verfolgten lesbischen Frauen und Mädchen muss endlich gedacht werden. 

Ihr seid nicht vergessen!

Berlin/Fürstenberg, 17.04.2020. Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück und des Jugendlagers Uckermark fordert der LesbenRing e.V. weiterhin die Anerkennung der Verfolgung und des erlittenen Leids der in den dortigen Lagern inhaftierten lesbischen Frauen und Mädchen.

“Seit nunmehr vier Jahrzehnten kämpfen Aktivist*innen um die Anerkennung der Verfolgung von Lesben. Lesbische Frauen und Mädchen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, inhaftiert und auch ermordet”, so Vorstandsfrau Marion Lüttig. “Sie galten als unabhängige Frauen als “entartet” und asozial. Sie wurden psychiatrisiert, zur Prostitution in Lagern gezwungen und inhaftiert”, so Lüttig weiter. Es werde Zeit, 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers, den lesbischen Frauen und Mädchen einen angemessenen Ort des Gedenkens zuzugestehen und ein Gedenkzeichen in Form einer tönernen Kugel mit Schriftzug – wie seit Langem von der Initiative Autonome Feministische Frauen und Lesben aus Deutschland und Österreich gefordert – dauerhaft vor Ort niederzulegen.

Auch heute noch werden lesbisches Leben und lesbische Identität leicht übersehen, werden Lesben unter dem Begriff “Homosexuelle” subsumiert, wobei mit “Homosexuelle” oft “Schwule” gemeint sind. Und auch beim Sprechen über Frauen wird das Thema sexuelle Orientierung oft ausgeblendet, werden Lesben* unsichtbar. Lesben* kämpfen für eine eigene Wahrnehmung und für Gleichstellung. Viel ist erreicht, dennoch geht es immer wieder darum, lesbisches Leben in all seinen Facetten sichtbar zu machen.

Die diesjährige Gedenkfeier im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück & Uckermark wurde aufgrund der Pandemie abgesagt. Dennoch möchte der LesbenRing erinnern: 

“Wir gedenken aller lesbischen Frauen und Mädchen im Frauen KZ Ravensbrück und Uckermark. Ihr seid nicht vergessen.”

Newsletter aus dem Homeoffice

Seit unserem letzten Newsletter im Januar ist viel passiert: Landauf, landab werden Veranstaltungen abgesagt, wir arbeiten im Homeoffice oder in Kurzarbeit, an der Supermarktkasse oder im Krankenhaus….

Was sich auf unserer Seite getan hat, könnt ihr in unserem April-Newsletter nachlesen….

Erratum vom 23.03.2020: Uns ist im Newsletter ein kleiner Fehler unterlaufen. Die langjährige Vorstandsfrau Gabi Stummer ist nicht zurückgetreten, sondern bei der letzten Mitfrauenversammlung im Oktober 2019 schlicht nicht mehr angetreten! Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Wir sind umgezogen!

Seit neuestem befindet sich unsere Büroadresse in der Hauptstadt!

Wir sind super froh, dass uns die Lesben* von RuT ein Postfach zur Verfügung stellen. Daaanke dafür! Praktisch ist hier auch, dass unsere Vorstandsbeirätin Stephanie Kuhnen dort das Projekt “Lesbisch. Sichtbar. Berlin” betreut und wir somit gut Hand in Hand arbeiten können. Auch herzlichen Dank an die RuT-Geschäftsführerin Ina Rosenthal für die umkomplizierte Unterstützung.

Unsere neue Anschrift findet Ihr entsprechend ganz ordentlich im Impressum dieser Website!

Absage: No kiss & come out – LFT 2020 findet nicht statt

Aufgrund der aktuellen Lage sagt das Team des LFT2020 in das diesjährige Treffen in Heidelberg ab.
In Baden-Württemberg sind derzeit sämtliche Großveranstaltungen bis auf weiteres abzusagen.

Weiteres zum Thema findet Ihr auf den Seiten des LFT.

Wir bedauern die Absage sehr, ist es doch weiter nötig, miteinander zu diskutieren, zu streiten, zu feiern, sichtbar zu sein.

Bleibt gesund und sichtbar!

Absage: Gedenkfeier Ravensbrück

Die Gedenkstättenleitung hat sich gestern in Absprache mit dem Landkreis Oberhavel und der Präsidentin des Internationalen Ravensbrück Komitees entschieden, die anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Ravensbrück für Mitte April geplanten Veranstaltungen weitgehend abzusagen. Die Gesundheit und das Wohlergehen der Gäste sind ausschlaggebend an dieser Stelle.

Die Gedenkstätte hofft, die geplanten Veranstaltungen im nächsten Jahr beim 76. Jahrestag der Befreiung durchführen und erneut Einladungen an Überlebende und Angehörige aussprechen können.

Dies bedeutet etwa für die Berliner*innen: Die geplanten Busse, initiiert vom RuT – Rad und Tat, Offene Initiative Lesbischer Frauen – werden entsprechend NICHT fahren.

Mehr Informationen folgen.