Archiv der Kategorie: Rezensionen 2009 2. Halbjahr

Val McDermid: Nacht unter Tag

Val McDermid: Nacht unter TagKaren Pirie, Ermittlerin für ungelöste Fälle in Edinburgh, arbeitet an einem Vermisstenfall.
22 Jahre ist es her, dass der Bergarbeiter Mick Prentice während des großen schottischen Bergarbeiterstreiks plötzlich über Nacht verschwunden ist. Dass seine Tochter Misha ihn erst nach so langer Zeit vermisst meldet, hat den Grund, dass die Familie immer davon ausgegangen ist, dass Mick sich als Streikbrecher abgesetzt hat. Unter den Folgen dieses Verdachts hatten Misha und ihre Mutter zeitlebens zu leiden, doch nun braucht sie die Hilfe ihres Vaters.

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Carolin Schairer: Ellen.

Carolin Schairer: Ellen.Gibt es lesbische Trivialliteratur? Ja, es gibt sie und Carolin Schairer ist möglicherweise auf dem besten Weg, eine Queen of Lesbian Trash zu werden. Während ihr Erstlingswerk „Die Spitzenkandidatin“ durch sein günstig platziertes Erscheinen mitten im Vorfeld der letzten Bundestagswahl den Hauch einer politischen Brisanz erhielt, enthält sich der neue Schmöker gänzlich eines solchen Anspruchs. Im Prinzip geht es in beiden Büchern um das Eine: Junge, schöne, arme, unerfahrene Frau verliebt sich in reiche, schöne, etwas ältere Frau.

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Ulrike Voss: Alicia.

Ulrike Voss: Alicia.Anna liebt Alicia, begehrt sie, beide haben viel und einfallsreichen Sex. Sex, der die Leserin mitnimmt, die Fantasie anregt und Zeile für Zeile Spaß macht. Beide reisen, sind intelligent und kreativ. Und doch lässt Alicia die letzte Nähe nicht zu: Kein gemeinsames Wohnen, Treffen nur zweimal in der Woche, nichts Nennenswertes erzählt sie aus ihrer Vergangenheit und immer wieder verschwindet sie, stürzt in tiefe schwarze Löcher. Anna beginnt irgendwann heimliche Affären zu leben, Doppelleben zu führen.

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Susanne Beyer: Palucca. Die Biografie.

Dies ist eine der besten Biografien, die ich je gelesen habe! Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefesselt, konnte eintauchen in die Lebensgeschichte dieser ganz besonderen Frau. Das Vorwort ist mit Ein deutsches Jahrhundertleben überschrieben, eine überaus treffende Formulierung für das, was die Leserin auf den kommenden 400 Seiten erwartet. Sie erlebt mit Gret Palucca eine Kindheit zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts,  geprägt von Kaiserzeit in Deutschland, Auswanderung nach Amerika und Rückkehr, eine Kindheit im Spannungsfeld von großbürgerlichen Ambitionen, Kunstinteresse und gescheiterten Träumen.
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