Archiv der Kategorie: Rezensionen 2010 2. Halbjahr

Manuela Kuck: Freispruch

Manuela Kuck: FreispruchLena Bokken war schon als Kind nicht wie alle anderen, begabt (geschlagen?) mit einer Art sechsten Sinn war sie allen stets einen Schritt voraus, was ihr mehr Feinde als Freunde einbrachte. Als Anwältin lernt sie später, diese erstaunliche Intuition für ihre Arbeit zu nutzen, hält sich für unbesiegbar. Bis sie eines Tages nach Strich und Faden aufs Kreuz gelegt wird und Karriere und Selbstvertrauen dahin bröseln wie viel zu trockene Kekse.

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Nora Miedler: Die Musenfalle

Lily, Wiener Schauspielerin ohne Engagement und chronisch in Geldnöten, erhält einen Anruf ihrer Agentin, der ihr die große Chance zu verheißen scheint. Werbefilmstar für einen Mobilfunkanbieter; die Rolle hat zwar ihre kleinen Schönheitsfehler, doch Lily ist trotzdem glücklich genug, um mit dem zukünftigen Auftraggeber auf der Besetzungscouch zu landen. Nicht weiter erwähnenswert, wäre der Typ nicht am nächsten Morgen tot. Nun steht Lily unter Mordverdacht und muss beweisen, dass sie mit dem Ableben des Handymenschen nichts zu tun hat. Dazu lässt sie sich mit Hilfe eines Exkollegen in die äußerst schräge Künstlerkommune der berühmten Theatermacherin Frieda Bernhard einschleusen und muss schon bald die Rolle ihres Lebens spielen. Nora Miedler: Die Musenfalle weiterlesen

Silvia Tennenbaum: Rachel, die Frau des Rabbis

Rachel Sonnshein ist fast Vierzig, Mutter eines 16jährigen Sohnes, Frau des Rabbiners einer jüdischen Gemeinde in einer Kleinstadt in der Nähe von New York. So weit, so gut. Oder auch nicht. Denn Rachel ist diese konventionelle Welt viel zu eng. Ihre Leidenschaft für Baseball und bunte, auffällige Kleidung sind kleine Rebellionen gegen die öde, engstirnige Vorstadtgemeinde. Die repräsentativen und karitativen Aufgaben einer Rebbezin sind ihr lästig, die Treffen des Frauenbundes ein Gräuel, die enorme Bewunderung der weiblichen Gemeindemitglieder für ihren Mann ein Quell ständiger Eifersüchte. Sie träumt davon, die bürgerliche Enge der Vorstadt hinter sich zu lassen und sich endlich ihrer Karriere als Malerin zu widmen. Silvia Tennenbaum: Rachel, die Frau des Rabbis weiterlesen

Katrin Boese: Zelda Fitzgerald

Die Autorin hat sich intensiv mit dem Leben der Fitzgeralds, ihren Biografien und Werken sowie Erinnerungen von Zeitgenossen beschäftigt. Ihre gewissenhafte Recherche und ihre Sachkenntnis waren die Grundlage für den Roman über eine außergewöhnliche Frau. Boese war nach der Lektüre zu dem Schluss gekommen, dass Zelda Fitzgeralds Biografie neu interpretiert werden müsse. Sie benutzt das vorhandene Material, um Sara Mayfield, die lebenslange Freundin Zeldas, die Geschichte des berühmten Paares und vor allem der geliebten Freundin erzählen zu lassen. Boese verdichtet, ergänzt fehlende Fakten, fügt aber immer wieder authentische Zitate an. Katrin Boese: Zelda Fitzgerald weiterlesen