Dyke*Marches 2020: Wir wollen euch unterstützen!

Liebe Dyke March-Engagierte und Aktive,

angesichts der derzeitigen “Corona-Lage” werden allerorten DykeMarches und CSD’s abgesagt. Dies ist aus gesundheitlichen Gründen nachvollziehbar, stellt uns als lesbische* Community allerdings vor große Herausforderungen. Wie wollen wir trotz allem sichtbar sein, wie können wir sichtbar sein?! Was gibt es für Alternativen?

Wir würden Euch gerne unterstützen – auch wenn wir in diesem Sommer wohl nicht auf der Straße sichtbar sein können, zumindest nicht in der bisher bekannten Form. Bereits im letzten Jahr konnten wir einigen DykeMarches eine kleine finanzielle Unterstützung für Auslagen anbieten. Dies wollen wir auch in 2020 tun! Denn auch virtuelles Vernetzen kostet Geld, vielleicht braucht Ihr Unterstützung für die Produktion von Guerilla-Materialien wie Aufkleber etc. etc. Eventuell wollt Ihr auch für die digitale Vernetzung und Sichtbarmachung bestimmte Software nutzen…

Wir finden eure Arbeit für die ‚lesbisch-queere‘ Community sehr wertvoll; seid ihr es doch, die die Themen von lesbischen, bisexuellen und queeren Cis- sowie Trans*-Frauen auf die Straße tragt und die Sichtbarkeit in den Städten erhöht. Wir finden, dass so viel Engagement Unterstützung verdient hat. 

Ihr könnt von uns einen kleinen finanziellen Zuschuss in Höhe von 350,00 Euro erhalten.

Aus abrechnungstechnischen Gründen möchten wir Euch allerdings bitten, auf Folgendes zu achten:

  1. Art der Kosten 
  • Ausgaben beziehen sich auf die Öffentlichkeitsarbeit:
  • Druck von Printmedien jeglicher Art
  • Honorare für die Erstellung von Print- oder anderen Medien
  • Werbeanzeigen (Online/Print)
  • Ausgaben beziehen sich auf sonstige Kosten, die im Zusammenhang mit der Demo stehen:
  • Technikausleihe für Demo (z.B. mobile Lautsprecher, Mikrophone etc.)
  • Rikschafahrten während der Demo für gehbeeinträchtigte Teilnehmer*innen
  • …. 
  • Ausgaben für Vernetzungstreffen:
  • Fahrtkosten (Zugtickets, Reisekostenpauschale)
  • Raummiete Tagungsraum
  • Verpflegung /Beköstigung der Teilnehmenden
  • Kosten für Telefon- oder Videokonferenzen
  1. Einbeziehung des Lesben*Ring
  • Logoplatzierung auf all euren Medien (hierbei bitte beachten, dass wir formal nicht als Förderin aufgeführt werden dürfen, sondern als Kooperationspartnerin)
  • ggf. Redezeit für Vorstandsperson des Lesben*Ring e.V. bei Demo einräumen (sofern die Teilnahme einer Vorstandsfrau geplant ist)
  • ggf. Grußwort bei Demo verlesen oder auf den Social-Media Kanälen veröffentlichen
  1. Kostenabrechnung
  • sollte spätestens gesammelt bis zum 30.10.2020 erfolgen
  • alle Rechnungen als PDF per Mail an vorstand at lesbenring punkt de senden

Falls ihr einen Zuschuss für euren Dyke*March in Anspruch nehmen wollt:

Schreibt uns eine Mail bis zum 31.06.2020 unter Angabe der Kostenart und inwiefern ihr euch eine Beteiligung durch den Lesben*Ring vorstellen könnt. Wir geben euch dann zeitnah Bescheid. Und, solltet Ihr Fragen haben, nur zu, meldet Euch bei uns. Erst recht, wenn Euch unsere Informationen zu den Abrechnungsmodalitäten zu kompliziert erscheinen. Wir finden bestimmt einen Weg.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Euch in diesem Jahr auf diese Art und Weise als Kooperationspartner*in unterstützen können.

P.S. Falls Ihr von anderen Dyke*Marches hört, dass sie diese Mitteilung von uns nicht erhalten haben: Es kann sein, dass diese nicht in unserem Verteiler sind. Da bitten wir um Eure Nachsicht. Gebt diese Mail dann gerne weiter.

Ravensbrück: lesbischen Frauen und Mädchen muss endlich gedacht werden

Frauenkonzentrationslager Ravensbrück und Uckermark: 
Verfolgten lesbischen Frauen und Mädchen muss endlich gedacht werden. 

Ihr seid nicht vergessen!

Berlin/Fürstenberg, 17.04.2020. Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück und des Jugendlagers Uckermark fordert der LesbenRing e.V. weiterhin die Anerkennung der Verfolgung und des erlittenen Leids der in den dortigen Lagern inhaftierten lesbischen Frauen und Mädchen.

“Seit nunmehr vier Jahrzehnten kämpfen Aktivist*innen um die Anerkennung der Verfolgung von Lesben. Lesbische Frauen und Mädchen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, inhaftiert und auch ermordet”, so Vorstandsfrau Marion Lüttig. “Sie galten als unabhängige Frauen als “entartet” und asozial. Sie wurden psychiatrisiert, zur Prostitution in Lagern gezwungen und inhaftiert”, so Lüttig weiter. Es werde Zeit, 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers, den lesbischen Frauen und Mädchen einen angemessenen Ort des Gedenkens zuzugestehen und ein Gedenkzeichen in Form einer tönernen Kugel mit Schriftzug – wie seit Langem von der Initiative Autonome Feministische Frauen und Lesben aus Deutschland und Österreich gefordert – dauerhaft vor Ort niederzulegen.

Auch heute noch werden lesbisches Leben und lesbische Identität leicht übersehen, werden Lesben unter dem Begriff “Homosexuelle” subsumiert, wobei mit “Homosexuelle” oft “Schwule” gemeint sind. Und auch beim Sprechen über Frauen wird das Thema sexuelle Orientierung oft ausgeblendet, werden Lesben* unsichtbar. Lesben* kämpfen für eine eigene Wahrnehmung und für Gleichstellung. Viel ist erreicht, dennoch geht es immer wieder darum, lesbisches Leben in all seinen Facetten sichtbar zu machen.

Die diesjährige Gedenkfeier im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück & Uckermark wurde aufgrund der Pandemie abgesagt. Dennoch möchte der LesbenRing erinnern: 

“Wir gedenken aller lesbischen Frauen und Mädchen im Frauen KZ Ravensbrück und Uckermark. Ihr seid nicht vergessen.”

Newsletter aus dem Homeoffice

Seit unserem letzten Newsletter im Januar ist viel passiert: Landauf, landab werden Veranstaltungen abgesagt, wir arbeiten im Homeoffice oder in Kurzarbeit, an der Supermarktkasse oder im Krankenhaus….

Was sich auf unserer Seite getan hat, könnt ihr in unserem April-Newsletter nachlesen….

Erratum vom 23.03.2020: Uns ist im Newsletter ein kleiner Fehler unterlaufen. Die langjährige Vorstandsfrau Gabi Stummer ist nicht zurückgetreten, sondern bei der letzten Mitfrauenversammlung im Oktober 2019 schlicht nicht mehr angetreten! Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Wir sind umgezogen!

Seit neuestem befindet sich unsere Büroadresse in der Hauptstadt!

Wir sind super froh, dass uns die Lesben* von RuT ein Postfach zur Verfügung stellen. Daaanke dafür! Praktisch ist hier auch, dass unsere Vorstandsbeirätin Stephanie Kuhnen dort das Projekt “Lesbisch. Sichtbar. Berlin” betreut und wir somit gut Hand in Hand arbeiten können. Auch herzlichen Dank an die RuT-Geschäftsführerin Ina Rosenthal für die umkomplizierte Unterstützung.

Unsere neue Anschrift findet Ihr entsprechend ganz ordentlich im Impressum dieser Website!

Absage: No kiss & come out – LFT 2020 findet nicht statt

Aufgrund der aktuellen Lage sagt das Team des LFT2020 in das diesjährige Treffen in Heidelberg ab.
In Baden-Württemberg sind derzeit sämtliche Großveranstaltungen bis auf weiteres abzusagen.

Weiteres zum Thema findet Ihr auf den Seiten des LFT.

Wir bedauern die Absage sehr, ist es doch weiter nötig, miteinander zu diskutieren, zu streiten, zu feiern, sichtbar zu sein.

Bleibt gesund und sichtbar!