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Absage: Gedenkfeier Ravensbrück

Die Gedenkstättenleitung hat sich gestern in Absprache mit dem Landkreis Oberhavel und der Präsidentin des Internationalen Ravensbrück Komitees entschieden, die anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers Ravensbrück für Mitte April geplanten Veranstaltungen weitgehend abzusagen. Die Gesundheit und das Wohlergehen der Gäste sind ausschlaggebend an dieser Stelle.

Die Gedenkstätte hofft, die geplanten Veranstaltungen im nächsten Jahr beim 76. Jahrestag der Befreiung durchführen und erneut Einladungen an Überlebende und Angehörige aussprechen können.

Dies bedeutet etwa für die Berliner*innen: Die geplanten Busse, initiiert vom RuT – Rad und Tat, Offene Initiative Lesbischer Frauen – werden entsprechend NICHT fahren.

Mehr Informationen folgen.

Lesbenring im Schloss Bellevue

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauenkampftags waren sämtliche Mitgliedsorganisationen des Deutschen Frauenrats am Freitag, 6. März 2020 zu einem Empfang bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eingeladen.

Unsere Vorstandsfrauen Lydia Bolte und Marion Lüttig (letzte hat seit dem Vorstandswechsel im Herbst 2019 das Mandat der Delegierten in den Frauenrat von Ulli Rolf übernommen) waren für den LesbenRing e.V. dabei.

Warten auf Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender.

In einem kurzen Gespräch war es Vorstandsfrau Lydia Bolte möglich, Frank-Walter Steinmeier auf die prekäre Situation der lesbischen Mütterfamilien hinzuweisen, die immer noch erst über den Weg der Stiefkindadoption ihre Familien rechtlich absichern können. Hierbei bekamen wir fundierte Unterstützung von einer der Vorsitzenden des Frauenrats, Mona Küppers. Danke dafür.

Auch der Austausch mit den anderen – insbesondere auch kleineren Mitgliedsorganisationen des Frauenrats – war für die neuen Vorstandsfrauen kurzweilig und gewinnbringend. Wir freuen uns auf die zukünftige Mitarbeit im Deutschen Frauenrat, um die lesbische Sichtbarkeit weiter voranzutreiben.

Einige Bilder sowie die Rede des Bundespräsidenten finden sich hier.

Es tut sich was im Lesben*Land

Neuer Vorstand des Lesben*Ring lädt ein zum Mitdenken, Mitreden, Mitmachen!

Seit geraumer Zeit gründen sich erneut Vereine und Initiativen von und für Lesben* in Deutschland. Und auch der Lesben*Ring erneuert sich:

Vor kurzem wurde der Vorstand des Lesben*Ring neu gewählt. Mit Lydia Bolte (Münster), Marion Lüttig (München), Ulrike Rolf (Potsdam), Hedy Gerstung und Kathrin Schultz (Berlin) sind nun fünf Frauen aus unterschiedlichen lesben*- und queerpolitischen Zusammenhängen vertreten.

Zahlreiche Dyke Marches deutschlandweit, die steigenden Verkaufszahlen der L.MAG, die Aktivitäten der so genannten Krawalllesben, das viel beachtete Sachbuch „Lesben raus“ von Stephanie Kuhnen oder die “Lesben gegen Rechts” – gegründet auf dem LesbenFrühlingsTreffen 2018 in Göttingen – oder der ebenfalls noch junge Verein LesLeFam e.V. und viele weitere neue Bündnisse und Aktivitäten zeigen: Lesben* waren und sind weiterhin politisch sehr aktiv in diesem Land. Wenn nicht sogar politisch aktiver als noch vor einigen Jahren.

In einem ersten Schritt planen die neuen Vorstandsfrauen nun die Ziele, Visionen und nächsten Schritte des Lesben*Rings zusammen. 

“Wir möchten an die gesellschaftspolitischen Debatten rund um lesbische* Sichtbarkeiten und queere Solidaritäten, die wir etwa aus Debatten um das lesbische Wohnprojekt in Berlin oder ein angemessenes Gedenken an die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Lesben* kennen, anknüpfen und eine gesellschaftspolitisch relevante Plattform bieten”, so Kathrin Schultz vom Vorstand. 

“Es ist Zeit für einen Verband, der die breite Palette lesbischer* Lebens- und Liebesweisen sichtbar macht”, ergänzt Lydia Bolte. “Und hierzu zählen auch bi- und pansexuelle Cis- und Trans*frauen sowie Non-Binäre und Queers. In diesem Sinne –
FLINT* Sichtbarkeit – vielfältig, intersektional, solidarisch, laut!

Für die weitere inhaltliche Neugestaltung wünschen wir uns von Euch eine breite Unterstützung.
Was wünscht Ihr Euch vom Lesben*Ring? Und wie könnt oder wollt Ihr Euch in Zukunft einbringen?

Nun wünschen wir Euch ein frohes neues Jahr und freuen uns auf die politische Arbeit in 2020.

Eure Vorstandfrauen
Lydia Bolt, Hedy Gerstung, Marion Lüttig, Kathrin Schultz & Ulli Rolf

Neuer Vorstand ruft zur politischen Mitarbeit auf und dankt den ehemaligen Vorstandsfrauen

Die Mitfrauen des Lesbenring e. V. haben auf ihrer Mitfrauenversammlung am 12. Dezember 2015 in Berlin einen neuen Vorstand gewählt.

Die neu gewählten Vorstandsfrauen sind Ulrike Rolf und Judith Völkel aus Berlin und Gabi Stummer aus Köln. Die Geschäftsstelle in Heidelberg bleibt unter der Leitung von Jule Blum bestehen.

Auch unter dem neuen Vorstand des Lesbenrings gilt der Grundsatz: „Wir machen mit Lust und Liebe Politik“.

Neben der Weiterführung der Vertretungen im Frauenrat und der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gilt es die internen Vereinsstrukturen des Lesbenrings zu beleben, sowie die Mitfrauen und -organisationen intensiver zu vernetzen.

Hierzu richtet der neue Vorstand ein Augenmerk darauf, mehr Lesben zur Mitarbeit im Verein zu gewinnen.

In der nächsten Denkwerkstatt im April 2016 wird es um die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Lesbenrings gehen. Der neue Vorstand des Lesbenrings heißt alle interessieren Lesben willkommen und ruft zur politischen Mitarbeit auf!

Save the Date: Denkwerkstatt vom 22.-24.April 2016.

 

Dank an die ehemaligen Vorstandsfrauen

Der neue Vorstand des Lesbenring e.V. dankt stellvertretend für den Verein den Interims-Vorstandsfrauen Ulrike Janz, Heike Aßmann,  Jule Blum und Elke Heinicke für ihre langjährige Arbeit für den Lesbenring und ihre Tätigkeit im Vorstand des Vereins.

Euch war und ist der Lesbenring eine Herzenssache. Ohne euch gäbe es den Verein nicht und die Lesbenwelt sähe heute anders aus.

Danke, dass ihr da wart und so die Arbeit des Lesbenrings fortgeführt werden konnte.

Danke für eure Zeit und euer Engagement, das ihr eingebracht habt.

Danke für alles was ihr ermöglicht und wahr gemacht habt.

 

Von Gestern über Heute nach Morgen?

Die Mitfrauenversammlung am 15. November 2014 im Frauenbildungshaus Zülpich, zu der alle Mitfrauen eingeladen waren, hat ein Manko aufgezeigt, das der LesbenRing e.V. mit vielen anderen Vereinen teilt: mangelnde aktive Beteiligung.

Wäre an diesem Tag nicht eine Interimslösung gefunden worden, dann wäre der LesbenRing heute eines: Vergangenheit und ein Morgen im Sinne von Zukunft hätte keine Perspektive.

v.l.n.r.: Heike Aßmann, Ulrike Janz, Jule Blum und Elke Heinicke, zurzeit amtierender Vorstand des LesbenRing e. V.
v.l.n.r.: Heike Aßmann, Ulrike Janz, Jule Blum und Elke Heinicke, zurzeit amtierender Vorstand des LesbenRing e. V.

Jule, Elke, Heike und Ulrike haben sich bereit erklärt, die Geschäfte des Vereins maximal ein weiteres Jahr zu führen – und dann?

Wir machen mit Lust und Liebe Politik – ein Leitsatz der letzten 32 Jahre. Liegt es an mangelnder Lust und Liebe? Oder ist die Politik der Stolperstein?

Wo sind die Lesben, die in der ersten Reihe stehen und damit auch alle anderen sichtbar machen?

Alles hat seine Zeit und vielleicht vollzieht sich gerade ein ganz normaler Entwicklungsschritt, der eine Erneuerung, vielleicht eine Verjüngung des Lesbenrings mit sich bringt, vielleicht aber auch das Ende bedeutet.

Die Schriftstellerin Irmtraud Morgner hat sinngemäß gesagt: „Der schlimmste Fehler von Lesben ist ihr Mangel an Größenwahn.“

Es ist Zeit, diesen Fehler zu korrigieren.

Von daher unsere Bitte: wenn Ihr eine gesunde Portion Größenwahn Euer Eigen nennt und bereit wäret, Euch 2015 in den neuen Vorstand wählen zu lassen, dann meldet Euch nicht nur, sondern bringt gleich Frauen mit, die das Amt mit Euch gemeinsam übernehmen wollen.

Gebt Lesben eine politische Perspektive und geht den Schritt von Gestern über Heute nach Morgen.

Brigitte Bialojahn
– seit 15. November 2014 neue Pressesprecherin des LesbenRing e.V.